Out of Ideas
All das und noch viel mehr

Es ist verrückt, schwer zu versteh`n,
doch kann ich nichts dagegen tun;
ans Ende der Welt würd ich mit dir geh`,
auf Vulkane mich setzen, um auszuruh`n.

Du bist die Sonne, am Himmelszelt,
der leuchtende Stern in dunkler Nacht;
ein kryptisches Rätsel, das mir gefällt,
Traumhüter, der meinen Schlaf bewacht.

Du bist für mich mein siebter Sinn,
Fallschirm, der den Sturz abfängt;
ein Lottojackpot – Hauptgewinn,
Autopilot, der meine Seele lenkt.

Schließ deine Augen, ich schaue für dich,
lass dich fallen und ich fang dich auf;
all deine Sorgen nehm` ich auf mich,
ich füge mich gern, in des Schicksals Lauf.

 

27.4.09 09:39


Bühnenstück für zwei

Wären die alten Zeiten, ich würde ständig an dich denken; wie es dir wohl geht, was du gerade tust, ob du auch an mich denkst und wann du endlich bei mir wärst.

Nachts läge ich wach und tagsüber erledigte ich meine Pflichten in dämmrigem Halbschlaf, ohne ehrliches Interesse, ob ich meine Sache gut, oder abgrundtief schlecht machte. Einen Pakt mit dem Teufel ginge ich ein, um deine Hoffnungen erfüllt und meine Lippen geküsst zu sehen.

Doch irgendwann rollte sich die alte Zeit auf den Rücken, zog die Neue über ihre schmerzenden Schultern und glitt lautlos von der Bühne des Gestern.


 

27.4.09 09:29


Böse Erwartung

Sie wußte, an diesem Tag würde Einiges auf sie zukommen und sie fürchtete sich.
Es war schon lange her, dass sie sich mit solch einer Situation hatte auseinandersetzen müssen und Überlegungen, wie sie damit umgehen sollte, ließen sie schon länger nicht mehr schlafen.

"Nur keine Aufregung", sagte sie zu sich , "du schaffst das schon, Augen zu und durch!" Sie fühlte sich, als ginge sie zu ihrer eigenen Gerichtsverhandlung, als sie aufgeregt das Haus verließ.

Man konnte meinen, heiße Schokoladensoße liefe über kaltes Vanilleeis, so reibungslos verlief ihr Bewerbungsgespräch. Bereits zum nächsten Monatsersten konnte sie voller Stolz ihren neuen Job beginnen.

27.4.09 09:26


Blindes Vertrauen

Ihr Lebensweg war streng abgesteckt. Die Zügel fest in der Hand, weder nach links noch rechts blickend, ging sie forschen Schrittes ihren Weg und war allem Fremden gegenüber sehr misstrauisch.

Handlungen waren Ergebnisse logischer Schlussfolgerungen, Analysen und genauer Berechnungen - alles andere erschien ihr absurd. Sie vertraute ausschließlich ihrem Verstand und glaubte nur, was sie mit eigenen Augen sah.

Bis zu ihrem Unfall.

Wenn sie heute mit ihren Händen sanft das Gesicht ihres Gegenübers erkundet, um sich ein Bild von ihm zu machen, fällt ihr immer wieder aufs Neue auf, wie wenig sie doch wahrgenommen hatte, als sie noch sehen konnte.

27.4.09 09:23


Betriebsblind

Ich hab dir jedes Wort geglaubt,
hätt` allerhand für dich getan;
du hast mir den Verstand geraubt,
war gut durchdacht, dein mieser Plan.

Dass ich dich kenne, glaubte ich
und fühlte mich dir furchtbar nah;
erkenne heut erst dein Gesicht,
ich wünsche mir, es wär nicht da.

Du findest dich wohl furchtbar toll
und treibst ein fieses Spiel mit mir;
ich frag mich was das hier jetzt soll,
empfinde mich weit weg von dir.

Hab eins beschlossen und zwar das:
Ich komm` nicht länger mit dir mit!
Der Weg von Liebe hin zum Hass,
ist manchmal nur ein kleiner Schritt.

 

27.4.09 09:21


Rechtschreibreform?

Mit vorgehaltener Pistole zerrte die junge Frau einen sportlich gekleideten Mann ins Rathaus und fuchtelte der Rezeptionistin mit ihrer Knarre vor der Nase rum. „Wo ist die Namensänderungsbehörde?“, schrie sie hysterisch.

„Zweiter Stock, drittes Zimmer links“, sagte die Empfangsdame ängstlich und dann ungläubig: „Mein Gott, Sie sind David Beckham!“

Bevor er antworten konnte zog die Frau ihn in Richtung des besagten Zimmers. „Er will sein „h“ loswerden“, rief sie cholerisch, „auf der Stelle!“ „Wozu das denn?“, fragte der Beamte kopfschüttelnd.

Da zog sie ihren Pullover aus, entblößte ihren Rücken und in dicken Lettern stand da tätowiert:
I love David Beckam!

 

27.4.09 09:19


Berufsrisiko

Seit siebzehn Jahren arbeitete Frank bereits im Museum und bisher war in keiner seiner Schichten auch nur ein einziger Kugelschreiber verschwunden.
„Einen zuverlässigeren Nachtwächter als Frank muss man erst mal finden!“, hörte er den Direktor oft sagen und darauf war er immer stolz gewesen.

Nun starrte Frank gebannt auf die schemenhafte Gestalt auf seinem Überwachungsmonitor. Schweißgeruch umgab ihn; sein Puls raste.
„Oh mein Gott, er ist ja schon im Tresorraum!“, dachte Frank aufgeregt – dann schaltete er zitternd den Monitor ab und schloss seine Augen.

„Ich hoffe, Billy weiß, was er tut“, murmelte er in nervöser Erwartung seines neuen, reichen Lebens ...

27.4.09 09:18


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